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Der Ersatz von Bargeld oder wertvollen Besitztümern im Fall eines Einbruchs ist nur dann anzunehmen, wenn diese entsprechend gesichert waren. Deshalb sollten wertvolle Gegenstände, entsprechende Dokumente sowie auch Bargeld in einem möglichst fest verbauten Tresor gelagert sein. Nur dann werden bei Entwendung oder Beschädigung Fremd- oder andere Einflüsse Ersatzleistungen von der Versicherungsgesellschaft gezahlt.

Ein Blick in die AVB der Hausratversicherung ist entscheidend

Versicherungen haben neben den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) auch sogenannte Allgemeine Versicherungsbedingungen (AVB). In diesen kann vermerkt sein, welche Sicherheitsklasse ein Tresor haben muss, damit ein möglichst hoher Restwert der darin gelagerten Wertsachen ersetzt wird. Dabei spielen die Tatbestände Raub und Diebstahl (im Rahmen des Einbruchs etwa) keine direkte Rolle. In einem konkreten Fall wurden beispielsweise nur 10 % eines erbeuteten Geldwerts von der Versicherung gezahlt, weil der Tresor, aus dem die Beute erlangt wurde, nicht den Ansprüchen in den AVB gleichkam.

hausratversAVB der Hausratversicherung

Die AVB der Hausratversicherungen regeln auch den Ersatz wenn Geld oder Wertgegenstände aus einem Tresor gestohlen werden. Dabei spielt die Sicherheitsklasse des Tresors eine große Rolle.

Die Sicherheit des Tresors – ausgedrückt durch Zertifikate wie VdS und ECB-S

Es gibt bei Tresoren unterschiedliche Sicherheitsstandards. Ganz unten rangieren dabei Modelle, die zwar schließen und sich eventuell auch verankern lassen, die aber keiner Prüfung unterlagen und damit auch kein entsprechendes Zertifikat erlangt haben. Anders sieht es bei Tresoren mit VdS-Zertifikat aus. Diese werden von Versicherungen anerkannt und sind nach europaweiten Standards geprüft.

Neben diesem Zertifikat und der entsprechenden Plakette im Innern des Tresors gibt es auch noch die Zertifizierungsmarke namens ECB-S. Diese Marke zeigt Daten zum Produkt, zur Norm (ebenfalls europaweit), zum Widerstandsgrad und zur Güte- bzw. Schlossklasse auf. Hinzu kommt auch noch eine fortlaufende Nummerierung der Marke, damit Fälschungen entgegen gewirkt werden kann. Weitere Informationen finden Sie hier.

Tresor Voraussetzungen für die Hausratversicherung

Welche Voraussetzungen muss ein Tresor erfüllen, damit die Hausratversicherung bei Diebstahl zahlt? Die Sicherheitsklasse, der Schließmechanismus und ähnliche Faktoren sind für die Versicherungen von entscheidender Bedeutung.

Die Sicherheit des Tresors – ausgedrückt durch Sicherheitsstufen

Im Durchschnitt sind Bargeld und Geldkarten nur bis zu einem Wert von 1.000 € versichert. Wertpapiere sowie Urkunden und Sparbücher sind im Schnitt bis zu 3.000 € versichert. Bis 20.000 € reicht der Versicherungsschutz bei weiteren Wertgegenständen, wie zum Beispiel Wertmetalle, Schmuck, Sammlungen (Münzen, Briefmarken, …) und Edelsteinen. Die Versicherungssumme steigt mit dem Sicherheitsgrad des zum Schutz angewandten Tresors (Angaben sind Richtwerte):

  • VdS-Grad 0/N: gewerblich bis zu 10.000 €; privat bis zu 40.000 €
  • VdS-Grad I: gewerblich bis zu 20.000 €; privat bis zu 65.000 €
  • VdS-Grad II: gewerblich bis zu 50.000 €; privat bis zu 100.000 €
  • VdS-Grad III: gewerblich bis zu 100.000 €; privat bis zu 200.000 €
  • VdS-Grad IV: gewerblich bis zu 150.000 €; privat bis zu 400.000 €
  • Höhere Grade: nach individueller Absprache mit der Versicherung

Sichere Aufstellung von Tresoren als weiteres Kriterium

Bis zu einem Gewicht von 1.000 kg des Tresors oder Wertschutzschranks ist eine Verankerung vorgeschrieben, wenn die darin aufbewahrten Gegenstände versicherungswirksam geschützt werden sollen. Freistehende Tresore können teils mit dem Fußboden verbunden werden. Andere Modelle lassen sich auch in der Wand verankern. Schranktresore sollten ebenfalls nicht nur mit dem Möbel, sondern auch mit der dahinter liegenden Wand verbunden werden. Zudem ist die Zugänglichkeit ein wichtiger Punkt: je versteckter und unscheinbarer der Tresor, desto besser – nicht nur für den Versicherungsfall, sondern auch um dem Diebstahl oder der Beschädigung von vornherein vorzubeugen.

Welches Schloss ist das Richtige?

In Versicherungspolicen der Hausratversicherung sowie auch in den AVB kann es sogenannte Schlüsselaufbewahrungsklauseln für Tresore geben. Die Haftung des Versicherten steigt aufgrund dieser Klauseln, sobald der Schlüssel „frei zugänglich“ oder anderweitig leicht zu erreichen ist. Deshalb werden von Experten Zahlenschlösser empfohlen. Jedoch bringen beide Schließmechanismen individuelle Vor- und Nachteile mit sich:

Vorteile von Schließmechanismen:

  • Schlüssel sind Unikate; ordentliche Öffnung kann damit nachvollzogen werden
  • Es gibt keinen Zugangscode, der vergessen werden kann
  • Zittrige Menschen haben mit Schlüsseln weniger Probleme

Nachteile von Schließmechanismen:

  • Jeder mit dem passenden Schlüssel hat Zugriff auf den Tresorinhalt
  • Bei Verlust oder Diebstahl entfällt die Zugangsmöglichkeit
  • Sucht ein Einbrecher nach dem Schlüssel entstehen evtl. Vandalismus-Schäden

Vorteile von Zahlenschlössern:

  • Nur wer die Kombination kennt, hat Zugriff
  • Bei mechanischen Zahlenschlössern kann der Code leicht geändert werden
  • Eingabe bei elektronischen Schlössern ist sehr einfach

Nachteile von Zahlenschlössern:

  • Ist der Eingabemechanismus beschädigt, wird der Zugang erschwert
  • Zugang kann durch Weitergabe des Codes auf viele Menschen ausgeweitet werden
  • Mechanische Zahlenschlösser sind nur mit ruhiger Hand zu öffnen

Erhöhte Sicherheit und Vieraugenprinzip

Für den Fall, dass privat oder vor allem gewerblich besonders sensible Daten oder Summen aufbewahrt werden sollen, gibt es auch Tresore mit kombinierten Schlössern. Entsprechende Tresore lassen sich nur durch einen Schlüssel und einen Zahlencode öffnen. Durch diese Kombination kann der Betriebsspionage und weiteren Intrigen vorgebeugt werden. Weitere Informationen finden Sie unter anderem hier.

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